• Underground NYC – Teil 1

    New York bietet Unzähliges zum Entdecken. Doch was viele nicht wissen: New York bietet auch Spannendes, das den meisten Besuchern verborgen bleibt. Unterhalb unserer Füsse, unterhalb New Yorks Strassen, abseits der Subway-Stationen gibt es unzählige versteckte Tunnels und Räume, um die sich viele Geschichten und Legenden ranken. In früheren Posts haben wir bereits über die stillgelegte wunderschöne Subway-Station im Financial District berichtet oder über den Friedhof, der unterhalb des Washington Square Parks liegt. In diesem Post führen wir Sie an verborgene Orte, von denen Sie bestimmt noch nie gehört haben. Dies ist Teil eins unserer zweiteiligen Serie «Underground NYC».

    1) Crown Finish Caves – Crown Heights, Brooklyn
    1849 eröffnete an der Kreuzung Bergen Street & Franklin Avenue in Brooklyn eine Brauerei. In den folgenden Jahrzehnten fungierte sie unter diversen Namen und wechselnden Besitzern, zuletzt war sie als «Nassau Brewing Company» bekannt. 1866 bauten die Eigentümer ein Lagerhaus für Eis sowie eine weitverzweigte Tunnel-Verbindung zur Brauerei.
    Die Brauerei ist heute eine Käserei, die «Crown Finish Caves» und das Tunne-System dient nun als riesige unterirdische Käse-Reifekammer. Die Gebäude und Tunnels können während einer spannenden Tour besichtig werden. Auch finden immer wieder Konzerte und Lesungen statt – dank den Katakomben in ganz besonderer Atmosphäre.

    2) McCarren Park Pool Tunnel – Williamsburg & Greenpoint, Brooklyn
    Der vor ein paar Jahren renovierte Pool im McCarren Park in Brooklyn wurde während der Great Depression gebaut. Er war einer von insgesamt 11 riesigen Pools in der Stadt, die von der Administration des damaligen Präsidenten Franklin D. Roosevelt in Auftrag gegeben wurde. Unter dem Park verbergen sich unzählige Zugangsstollen und Entwässerungsrohre, die bis heute urbane Entdecker in ihren Bann ziehen. Viele Fotos, Videos und Geschichten von Leuten, die sich in diesen Wirrwarr von Katakomben begeben haben, zeugen von skurrilen Abenteuern. Wenn auch du auf Entdeckungsreise gehen willst: Auf eigene Gefahr, denn der Zutritt ist nicht legal.

    3) The Basilica of St. Patrick's Cathedral Catacombs - SoHo, Manhattan
    Die über 200 Jahre alte Basilika der «St. Patrick's Old Cathedral» (die in SoHo, nicht in Midtown) liegt über alten Katakomben, die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit geöffnet sind. Während einer unregelmässig stattfindenden Tour erhält man jedoch einen seltenen Einblick in diese geisterhaften unterirdischen Gänge, Höhlen und Räume. Die einzigartige und historische Stätte dient bis heute als letzte Ruhestätte für viele prominente New Yorker, darunter die Delmonico-Familie, General Thomas Eckert (ein Vertrauter Abraham Lincolns), der erste Bischof von New York (Bischof John Connolly) und viele weitere Persönlichkeiten.

    In unserem nächsten Blog-Post folgt Teil 2 unserer Serie «Underground NYC».

  • Erste Bilder des eindrücklichen «Waldorf Astoria»-Umbaus

    Wo Frank Sinatra einst eine Million Dollar pro Jahr für eine Suite bezahlt hat, wird jetzt emsig gebaut: Willkommen im legendären Hotel «Waldorf Astoria». Seine neuen Besitzer setzen auf die glamouröse Vergangenheit des Hotels. Warum? Um neu Luxuswohnungen zu verkaufen. Erste Bilder des Umbaus wurden jetzt veröffentlich.

    Vor zwei Jahren schloss das weltberühmte Hotel «Waldorf Astoria» seine Tore. Grund ist die komplette Renovierung sowie vor allem die Umwandlung von einem reinen Hotel in ein Hotel- und Wohnungs-Komplex. Dies, obwohl momentan ein rauer Wind dem New Yorker Luxus-Immobilienmarkt entgegenbläst. Eine neue Steuer auf teure Immobilien sowie eine Flut von unverkauften Luxus-Immobilien in New York (mit zum Teil schwindelerregenden Preisen von bis über 100 Millionen Dollar) wirft Fragen auf, ob sich der Umbau auch jemals rechnen wird.

    Nicht abschrecken von diesen Fakten lässt sich die chinesische Eigentümerin des Hotels – die «Anbang Insurance Group». Sie kaufte 2014 das Gebäude – für satte 3 Milliarden Dollar (!). «Anbang» wird schon in wenigen Wochen die 375 Eigentumswohnungen unter dem Namen «The Towers of the Waldorf Astoria» auf den Markt werfen. Ihr grösster Trumpf in der Hand: die Geschichte der Immobilie. Ob das reichen wird…? Zusätzlich versucht man Käufern die Wohnungen mit Annehmlichkeiten wie z.B. einer privaten Porte Cochère (luxuriöse Wagenauffahrt), ein Pool in Olympiagrösse, Inneneinrichtungen von weltbekannten Designern etc. schmackhaft zu machen.

    Der Umbau in ein Hotel/Wohnung begann 2017. Neben den Eigentumswohnungen wird das «Waldorf» bei seiner Wiedereröffnung im Jahr 2021 auch über 350 komplett renovierte Hotelzimmer verfügen. Diverse Räume müssen aufwändig restauriert werden, da sie 2017 unter Denkmalschutz gestellt wurden, darunter die «West Lounge» (auch bekannt als «Peacock Alley»), den wunderschönen «Grand Ballroom», die Balkone im dritten Stock sowie die imposante «Park Avenue Lobby» mit ihren 13 Wandmalereien und einem Bodenmosaik des französischen Künstlers Louis Rigal.

  • Eis-Liebhaber aufgepasst!

    Handy aufladen! Schliesslich will der Zuckerrausch fotografisch festgehalten werden: Willkommen im «Museum of Ice Cream», das vor kurzem seine Tore in New York City geöffnet hat.

    Geht man durch die – wie sollte es auch anders sein – pastellrosa Türen eröffnet sich einem ein kunterbuntes Erlebnis. «MoIC» ist Museum, Spielplatz, Social Media-Kulisse und Süßwarenladen in einem.

    Tickets gibt’s für $39. Nachfolgend ein paar Infos rund ums Abenteuer. Kids (und Erwachsene genauso) werden ihre wahre Freude an den interaktiven Räumen haben, so zum Beispiel am Regenbogen-Gang, an einem Subway-Wagon gefüllt mit Eiscreme und vielem mehr.

    Grossen Spass machen auch die «Melting Caves» («Schmelzhöhlen»), ausgestattet mit bezaubernden Lichteffekten. Die Höhlen sind zugleich das Tor zum wohl tollsten Erlebnis: dem Spielplatz. Hier gibt’s ausgefallene Schaukeln, Eiscreme-Basketball und ja, sogar einen Pool zu entdecken. Der Pool ist nicht mit Wasser, sondern mit Zuckerstreusel gefüllt. Ob du tatsächlich darin ‘schwimmen’ gehen willst, ist selbstverständlich dir überlassen ;-)

    Neben all den Attraktionen darf der Star des Museums nicht vergessen werden: die Eiscreme selbst. Diverse neue Kreationen können hier entdeckt und verköstig werden. So zum Beispiel das «Cone Up», eine neuartige knusprige Schoko-Vanille-Kreation oder das wabenförmige «Queen Bee», bestehend aus Honig, Schokolade und English-Toffee. Die beliebteste Sorte ist aber das «Churro Churro Churro»: Eis aus Churros.

    Viel Spass beim Schlecken und Entdecken!
    Weitere Infos: museumoficecream.com/new-york-city

  • Empire State Building erstrahlt im neuen Glanz

    Mit der Eröffnung der neuen Aussichtsplattform im 80. Stock hat das Empire State Building offiziell seine vierjährige, 165 Millionen Dollar teure Renovierung des wohl legendärsten New York Wolkenkratzers abgeschlossen. Vor einigen Monaten wurden bereits das neue Museum sowie die Aussichtsplattform im 102. Stock eröffnet.

    Der 80. Stock wurde so umgestaltet, die prominente Aussicht auf die Skyline möglichst ohne Hindernisse zur Geltung kommt. Zudem gibt’s neu eine Ausstellung, mehrere Ferngläser mit Augmented-Reality-Szenen aus dem Big Apple u.v.m.

    Im 102. Stock können Besucher auf 380 Meter über Meer einen 360°-Ausblick auf Manhattan, Brooklyn und Queens geniessen. Die Fenster sind neu bodenhoch.

    Das 1.000 m2 große Museum erzählt die Geschichte des Gebäudes von seiner Entstehung bis zur heutigen Ikone des Big Apples.

  • Skate the Skyline!

    Schlittschuhlaufen in New York City ist ein Winter-Klassiker, der nie aus der Mode kommt. Gross und Klein erfreuen sich daran.

    LOCALIKE findet, dass es nicht immer der «Rockefeller Ice Skating Rink» oder die Eisbahn im Central Park sein muss - meistens sowieso von Hunderten von Touristen besucht. Unser Vorschlag: Drehe deine Pirouetten auf dem Dach des für über $785 Millionen Dollar spektakulär renovierten «Pier 17». Der «Winterland Rink» feierte letztes Jahr sein Debüt. Dieses Jahr bietet man eine noch grössere Eisbahn inkl. spektakulärerer Aussicht auf den East River, die Brooklyn Bridge und die Skyline von Manhattan.

    Der Eintritt kostet ab $15. Schlittschuhe, Schliessfächer etc. können vor Ort gemietet werden. Sogar Schlittschuh-Kurse können gebucht werden. Und wer sich davor oder danach Aufwärmen möchte, kann dies gleich vor Ort tun. Die von David Rockwell entworfene «The Tank Warming»-Hütte bietet diverse Getränke und leckeres Essen direkt neben der Eisbahn an. In der beheizten «R17»-Bar, ausgestattet mit zwei Kaminen, kannst du feine Cocktails schlürfen oder dich durch die Karte probieren. Ebenfalls auf dem Dach finden sich diverse Food-Trucks, die heißen Kakao, Apfelwein oder Punsch sowie leckere Snacks anbieten.

    Wir sehen uns beim Eislaufen!
    Weitere Infos: pier17ny.com/winterland

  • Thanksgiving-Dinner in der Subway? Only in New York City!

    Jodell Lewis, ein Comedian aus New York City, wollte dieses Jahr zu Thanksgiving etwas Neues machen. Und so kamen er und ein paar seiner Freunde auf eine aussergewöhnliche Idee: ein Thanksgiving-Dinner mitten in der fahrenden Subway.

    Nach monatelanger Planung veranstalteten sie letzten Donnerstag das festliche Dinner – inkl. Truthahn, Beilagen Dessert etc. – in der vollbesetzten Subway von Manhattan nach Brooklyn.

    Die Subway von New York ist berühmt-berüchtigt für ihre Performances, Darbietungen und allerlei Kuriosem. So z.B. findet jährlich der «No Pants Subway Ride» statt (genua – es ist das was du denkst: Subway fahren in den Unterhosen. Jährlich nehmen Tausende daran teil) oder letztes Jahr, als ein als Truthahn verkleideter Mann einen Truthahn verspeist hatte (und das Video dazu selbstverständlich viral ging) oder – ebenfalls vor rund einem Jahr – als zwei Jungs ein Ping-Pong-Match veranstalteten.

    Zurück zu Jordell: er servierte seinen Freunden und überraschten Subway-Fahrer*innen mit leckerem Truthahn, frischem Gemüse und hausgemachten Käse-Makkaroni. «Viele hatten noch nie ein ‘black Thanksgiving’ erlebt», meinte Jordell, der selbst Afroamerikaner ist. Seine Idee war, «den Leuten das Gefühl zu geben, dass wir sie in unser Haus an unseren Tisch eingeladen haben». Jodell wollte «New Yorker bekochen und gleichzeitig etwas zurückzugeben» - ganz im Sinne von Thanksgiving also.

    Die Subway-Fahrt dauerte rund eine Stunde und führte vom Union Square in Manhattan bis nach Rockaway Parkway in Brooklyn. Dort angekommen wurde alles abgeräumt, geputzt und die Reste an Obdachlose verteilt.

    «Es war unbeschreiblich. Einen ‘Only in New York’-Moment» meinte Jordell. «Was gibt es schöneres als Thanksgiving mit Freunden und gleichzeitig Fremden zu feiern? Mitten in der New York City Subway. Genau deswegen kommen die Leute in unserer Stadt». LOCALIKE findet: ❤️
    Ein kurzes Video des Abends findest du hier: youtu.be/pude-VCbI_Q

  • Every Day I Pray for Love

    Die weltberühmte japanische Künstlerin Yayoi Kusama ist mit einer äusserst spannenden Ausstellung zu Besuch in New York. Die Galerie David Zwirner (537 West 20th Street in Chelsea) zeigt neue Gemälde, Skulpturen, eine interaktive Gross-Installation und sowie ein noch nie gezeigter «Infinity Room».

    Yayoi Kusama gilt als eine der einflussreichsten Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts und prägte die jüngere Kunstgeschichte auf ihre ganz eigene Weise. Seit den 1960er Jahren kombiniert sie Pop-Art und Minimalismus auf äusserst raffinierte Art und schafft dabei sehr persönliche Werke. Repetitive Elemente wie z.B. Punkte prägen ihre Kunst, die sowohl mikroskopische als auch makroskopische Universen zeigen.

    In der Galerie zu sehen ist unter anderem ein neuer «Unendlichkeits-Raum» mit dem Namen «Infinity Mirrored Room - Dancing Lights That Flown Up to the Universe 2019». Der Raum ist eine Art interaktive, poetische Erfahrung. Die kontinuierliche Spiegelung von flackernden Lichtern soll ein «ewig unbegrenztes Universum und die Ewigkeit der Zusammenhänge» vermitteln.

    Die Ausstellung zeigt zudem neue Gemälde von Kusamas ikonischer «My Eternal Soul»-Serie. Sie sind zum ersten Mal in den USA zu sehen und bringen abstrakte Linien und Formen mit kühnen Farben zusammen. Eine Gross-Installation, bestehend aus hundert verschiedenen wolkenartigen Edelstahlelementen, sollen den Eindruck von Ewigkeit und Unendlichkeit erwecken.

    Die Ausstellung ist kostenlos und bis zum 14. Dezember 2019 geöffnet. Tickets werden nicht benötigt, es gilt «first come, first served». Die Ausstellung ist äusserst beliebt und es ist mit einer Wartezeit von mehr als 2 Stunden zu rechnen, bis man eingelassen wird. Weitere Infos: davidzwirner.com

  • Das renovierte und erweiterte Museum of Modern Art öffnet endlich wieder seine Tore!

    Im vergangenen Juni, gerade als die Touristen-Hochsaison in New York begann, schloss das «Museum of Modern Art» – mit mehr als drei Millionen Besuchern pro Jahr das drittgrößte Museum der Stadt – für vier Monate seine Tore. Der Grund? Eine 450 Millionen Dollar teure Erweiterung und Renovierung, welche die Ausstellungsfläche um über 3,700 m2 oder 30% vergrösserte. Ebenso hat sich das «MoMA» auch ein Überdenken, Reorganisieren und eine Neuaufstellen der weltbekannten permanenten Sammlung auferlegt. Nach monatelangem Warten sind die Arbeiten nun abgeschlossen! Am 21. Oktober öffnet das neue «MoMA» seine Türen. Wir haben schon Mal einen Blick hineingeworfen, den wir dir nicht möchten.

    Das dramatisch beleuchtete Vordach, das über den Eingang der 53rd Street hängt, ist neu. Erst beim Betreten des Gebäudes merkt man jedoch, wie komplett neu das Erdgeschoss sich präsentiert. Die Lobby ist grosszügig und luftig gestaltet. Ausser an der neuen High-Tech-Garderobe gibt es keine Tickets mehr: Man tippt an einem der neuen, zunzähligen Kiosks seine Telefonnummer auf dem Touchscreen ein und erhält umgehend alle Infos auf Handy geschickt. Dies soll den Ticket-Verkauf beschleunigen, denn nicht selten hat sich vor dem Ticket-Schalter eine längere Schlange gebildet. Im Osten befindet sich wie gewohnt der Eingang zum beliebten und unveränderten Skulpturengarten.

    Im Westen befinden sich die erwähnten Ticket-Kiosk sowie eine Lounge zum Verweilen. Von der Loung überblickt man den stilvollen, neuen, unterirdischen Souvenirladen inkl. einer zweistöckigen Bücherwand. Ebenfalls hier befinden sich zwei neue Galerien, die kostenlos besucht werden dürfen. Sie heissen «1 North» und «2 North» und widmen sich jungen und aufstrebenden Künstlern.

    Auf den Etagen zwei, vier, fünf und sechs sieht und spürt man die enorme Erweiterung des Museums. Man merkt, dass man ‘Neuland’ betritt, indem man durch die neu schwarz gerahmten Türen geht. Es gibt eine grosse Anzahl toller Werke, die (wieder-)entdeckt werden wollen. Besonders, da das «MoMA» viele kürzlich getätigte Zukäufe von afrikanischen, afroamerikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Künstlern zeigt. Ebenso sind mehr Arbeiten von Künstlerinnen im Allgemeinen zu sehen. Diversity wird gross geschrieben.

    Im 4. Stock gibt es neu ein Performance-Studio. Ebenfalls erwähnen möchten wir das neue «Terrasse Café», welches diverse Aussensitzplätze bietet. LOCALIKE wünscht viel Spass beim Entdecken!

  • Nimm die Subway ab Grace Jones und fahre bis Yoko Ono!

    Wenn man sich eine Karte der Vereinigten Staaten ansieht, könnte man denken, dass hier nur Männer leben. Die Schriftstellerin Rebecca Solnit sagte einmal: «The peaks of our mountains sound like a board of directors of an old corporation» («Die Gipfel unserer Berge klingen wie der Vorstand eines alteingesessenen Unternehmens»).

    Nirgendwo in den USA kommt dieses Gefühl mehr auf als in New York City. Hier gibt’s über 200 Statuen und Wahrzeichen, die nach Männern benannt sind. So zum Beispiel das Lincoln Center, der Columbus Circle oder das Rockefeller Center, um nur einige zu nennen. Die prominenteste Frau unter den Wahrzeichen ist die Freiheitsstatue – und sie basiert nicht einmal auf einer real existierenden Person!

    Der Mangel an Frauen, welche gewürdigt werden, führte zu einer Idee: Der Karte «City of Women». In der Karte werden alle 424 Subway-Stationen in New York nach berühmten Frauen benannt, die in der Nähe der jeweiligen Station gelebt oder gearbeitet haben. Die Karte wurde von der Schriftstellerin und Aktivistin Rebecca Solnit und dem Geographen Joshua Jelly-Schapiro kreiert.

    «Unsere Karte wurde u.a. auch kreiert, um eine Diskussion anzuregen, die in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Nämlich die Art und Weise, wie wir mit dem Thema Gender im öffentlichen Raum umgehen und der Tatsache, dass nur ein bestimmter Teil der Bevölkerung Variabilität erhält und viele ausgeschlossen werden», sagt Jelly-Schapiro.

    Die Bandbreite der Frauen auf der Karte ist gross. In Queens zum Beispiel ist die Subway-Station in der Nähe des «U.S. Open»-Stadions nach Venus und Serena Williams benannt. In Bayside (Queens), ehrt die Karte die drei Frauen der legendären Hip-Hop-Band «Salt-N-Pepa».

    «Wir wollten einen guten Mix», sagt Jelly-Schapiro. «Politikerinnen sollen genauso vorkommen, wie Sängerinnen, Aktivistinnen, Kuratorinnen etc.». Er sagt, die Karte sei so stark und ausdrucksvoll, weil es Frauen sichtbar macht auf einer Karte, die die New Yorker wie keine andere kennen: die Subway-Karte.

    Wir finden’s eine grossartige Idee, auf diese Art und Weise diese wichtige Diskussion anzuregen! Und als kleiner Nebeneffekt: Es macht doch auch viel mehr Spass, jemandem eine Wegbeschreibung zu geben, in welcher wir sagen: «Geh zu Grace Jones und fahre dann bis Yoko Ono».

    Die Karte berührt und bewegt - nicht nur Frauen, was Jelly-Schapiro nicht erwartet hat. «Es hat mir die Macht der Repräsentation gezeigt und wie wichtig es ist, Variabilität in der Öffentlichkeit zu schaffen, von Personen die wir bewundern und ehren – aller Geschlechter!».

    Alle Informationen unter: nonstopmetropolis.com/theposter

  • Architektur- und Design-Fans aufgepasst!

    Es ist die schönste Zeit des Jahres. Zumindest für Architektur- und Design-Aficionados. Warum? Der Oktober wird in New York zum «Archtober». Oder anders ausgedrückt: 31 Tage voller Architektur und Design. Es finden unzählige Veranstaltungen zu diesen beiden Themen statt: über 100 Führungen, Vorträge, Filme und Events bieten einen spannenden Blick hinter die Kulissen der New Yorker Architektur- und Design-Szene.

    Besonders erwähnenswert während des «Archtobers» ist das mittlerweile legendär gewordene «Open House New York»-Wochenende. Es findet dieses Jahr vom 18. bis 20. Oktober in allen fünf Stadtvierteln statt. Hunderte von architektonischen Ikonen und kulturellen Einrichtungen öffnen exklusiv während dieser dreier Tage für die Öffentlichkeit ihre Tore. Viele davon sind ansonsten für Normalbürger nicht zugänglich. Zu den diesjährigen neu ins Programm aufgenommenen Highlights zähen der «High Line Spur» (der neuste und letzte Abschnitt des High Line-Parks), das imposante und soeben fertig gestellte Gebäude an der 277 Mott Street des Stararchitekten Toshiko Mori, Pier 35, eines der neusten Park-Projekte in Downtown Manhattan von den Architekten «SHoP» und «Ken Smith Workshop», sowie ein neuer und riesiger Bürokomplex an der 25 Kent Street in Williamsburg (Brooklyn).

    Des Weiteren finden diverse Events statt; so erhält man z.B. Zutrifft zu den Künstler-Studios in der neuen Überbauung «Brooklyn Navy Yards» oder kann spannende Vorträge und Diskussionsrunden im soeben neu eröffneten und spektakulären «TWA Hotel» am JFK Airport besuchen.

    Ebenfalls ein Highlight sind die unzähligen Touren, welche u.a. von renommierten Architekten und Designern durchgeführt werden. Die Touren können ab dem 8. Oktober um Punkt 11.00 Uhr (EST) gebucht werden. Während den Touren gelangt man u.a. Zutritt zum «Woolworth Building» oder dem Hauptsitz der UNO oder zum soeben renovierten «Belvedere Castle» im Central Park. Auch kann man das neuste Museum für Fotografie besuchen – die «Fotografiska». Das Museum wird erst gegen Ende diesen Jahres eröffnet. Die Tour bietet einen einmaligen Einblick in dieses wunderschöne, denkmalgeschützte Gebäude direkt an der Park Avenue.
    Gut zu wissen: Die Touren sind äusserst beliebt und der Buchungsprozess kompliziert (LOCALIKE hilft gerne weiter oder übernimmt die Ticket-Buchung für Sie). Meist sind die Touren bereits wenige Sekunden nach Aufschaltung ausgebucht. Nicht nur ein schnelles Händchen, sondern auch Glück ist demnach gefragt.

    Alle Infos finden Sie unter: ohny.org

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