Tag Archiv: #subway

  • Alte New Yorker Subways unterstützen Meeresbewohner

    Die Flotte der New Yorker Subway wurde über die letzten zehn Jahren kontinuierlich durch neuere Modelle ersetzt. Was aber passierte mit den alten Zügen? 2001 hat man das «Subway Reef Programm» ins Leben gerufen. Bis 2010 wurden über 2,500 Subway-Wagons im Meer versenkt. Umweltsünde?! Keineswegs! Das Gegenteil ist der Fall. Nachdem Motoren, Beleuchtungen, Klimaanlagen etc. entfernt wurden, hat man die Wagons an genau geplanten Stellen im Meer versenkt. Die künstlich angelegten Riffe haben eine Vielzahl von Meeresbewohnern angelockt und deren Lebensraum merklich verbessert. Eine bunte, natürliche Welt ist entstanden. Seebarsche, Thunfische, Muscheln und Korallen sind nun die neuen Nutzniesser alter New Yorker Subway-Züge. «Sea Train», eine neue Ausstellung im New York «Transit Museum», zeigt nun erstmals viele spannende Fotografien dieses Projekts.

  • The EL – New Yorks Hochbahn von 1878

    Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in New York stellte schon immer eine Herausforderungen da, jetzt genau so wie vor 150 Jahren. Vielen heutigen Besuchern der Stadt unbekannt ist die Massenverkehrslösung, die New York damals entwickelt hatte: eine Hochbahn (engl.: elevated train, kurz «EL» genannt). Anders als die überirdischen Subway-Linien, die heutzutage in Brooklyn und Queens anzutreffen sind, fuhr ihr historisches Pendant entlang der 3rd Avenue von South Ferry nach Grand Central. Ihr erstes Teilstück eröffnete 1879. 1955 wurde die Bahn wieder eingestellt. Die «Third Avenue EL» war die letzte Linie, die Manhattan überirdisch befuhr und ein beliebtes Filmmotiv. Wir finden: schön war’s!

  • Musikinstrument in der New Yorker Subway

    Seit 1995 ermuntert ein öffentliches Instrument in der New Yorker Subway Reisende, sich auf musikalische Weise mit ihrem urbanen Umfeld auseinanderzusetzen. Wartende Fußgänger unterbrechen durch Handbewegungen vor einer der acht Öffnungen einen Lichtstrahl. Dies führt zur Aktivierung des Instruments, das nun eine Reihe Laute von sich gibt - von melodischen Tönen (Flöten) zu Naturgeräuschen (Regenwald). Das Kunstwerk mit dem Titel «REACH» von Christopher Janney, ist sowohl auf den Gleisen der nach Uptown- als auch der nach Downtown-fahrenden Züge an der 34th Street N/R Station installiert. Mache mit deinen Mitreisenden gemeinsam Musik! Hier klicken für eine live Demonstration: https://youtu.be/yFzfcjogMxg

     

  • Subway der Superlative

    Eröffnet im Februar 1904, ist die New Yorker Subway heute eines der ältesten öffentlichen Schienenverkehrssysteme der Welt. New York wäre aber nicht New York, wenn es nicht noch mit ein paar mehr Fakten beeindrucken würde:
    Die Subway fährt 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Sie ist eins der meist genutzten Metro-Systeme der Welt. 5.7 Millionen Pendler nutzen die 6'400 Wagons täglich, was über 1.7 Mia. Passagieren jährlich entspricht.

    Die 25 verschiedenen Linien verbinden auf 380 km Strecke die 472 Stationen in Manhattan, Brooklyn, Queens und der Bronx. Keine andre U-Bahn hat annähernd so viele Stationen. Da kommt eine grosse Menge an Schienen zusammen. Würde man alle Schienen aneinanderlegen, würde die Strecke von New York bis Chicago oder von der Schweiz bis nach Dänemark reichen: rund 1’070 km.

    Auch wenn die Subway «Subway» heisst, und somit impliziert unterirdisch zu sein, verlaufen tatsächlich 40% des Streckennetzes gar nicht unter der Erde. Auch sind 39% aller Stationen überirdisch. Die überirdischen Strecken und Stationen findet man vor allem in den Stadtteilen Brooklyn, Queens und der Bronx. In Manhattan liegt der Grossteil unter der Erde.

    Neues Leben für alte Wagen
    «Mehrere hundert aus dem Verkehr gezogene New Yorker Subway-Waggons im Atlantik versenkt». Diese Meldung hat uns erst etwas stutzig gemacht. Was auf den ersten Blick nach einem rücksichtslosen Akt der Umweltverschmutzung klingt, ist in Wirklichkeit Teil eines gross angelegten Projekts, künstliche Riffe vor den Küsten Delawares und South Carolinas zu bauen. Diese Riffe bestehen nun aus altenSubway-Wagen und bieten Futter und Schutz für viele Fisch- und Muschelarten. Ein Pionier-Projekt, das nun weltweit Schule macht.

    Was kommt?
    Die Zukunft ist schon da! Lange war das telefonieren und surfen in der Subway nicht möglich. Seit Januar 2017 bieten jedoch alle Stationen Handy- und WiFi-Empfang. Und das ein Jahr früher als geplant.

    Auch die seit fast 100 Jahren geplante «2nd Avenue Subway» wurde am 1. Januar 2017 eingeweiht und bietet endlich zusätzlichen Service für drei Stationen auf der Upper East Side. Geplant ist der weitere Ausbau der Line bis hinunter zur South Ferry in Lower Mahattan.

    Es geht aber noch weiter: Die zuständige Behörde MTA hat neue Waggons bestellt. Diese sollen nicht nur breitere Türen haben, um das Ein- und Aussteigen zu vereinfachen, sondern auch die Türen zwischen den Waggons durch Ziehharmonika-Gelenke ersetzen. Soll heissen: Es gibt einen langen Subway-Wagen, der sich wie ein Tausendfüssler durch die Tunnel bewegt. So kann man dann einfach vom Ende des Zuges an den Anfang gehen. Ausserdem werden die neuen Waggons natürlich technisch auf dem neusten Stand sein und nebst zeitgenauen Anzeigesystemen auch WiFi und Handy-Auflade-Stationen bieten.

    Nach und nach ist geplant, auch die Subway Stationen zu renovieren und ein einfacheres Zahlen per Metrocard zu ermöglichen. Dann ist auch die New Yorker Subway im 21. Jahrhundert angekommen.

    Und zu guter Letzt – Die Subway-Etiquette
    Wollen Sie sich wie ein New Yorker fortbewegen? Dann gilt es folgende Do’s and Don’ts zu beachten:

    • Die verschiedenen Linien sind mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet. Ein New Yorker spricht jedoch nie von einer Farbe. Die Linien werden mit der entsprechenden Nummer oder Buchstaben genannt. Man nimmt den «A Train» oder die «6» und nicht die «blaue» oder «grüne Linie».
    • Niemals in der Subway essen.
    • Viel Gepäck dabei? Rucksäcke werden abgenommen und Taschen gehören auf den Boden, nicht auf den Sitzplatz.
    • Ist ein Waggon auffällig leer, hat das immer einen (geruchsintensiven) Grund und man tut gut daran hier nicht einzusteigen.

    Und der wichtigste Tipp für jeden Besucher: Subway fahren ist Pflicht. Hier ist New York zuhause. Hier können Sie New York einatmen. Hier spielt sich das Leben ab. Hier trifft arm auf reich, alt auf jung, Tourist auf New Yorker, Banker auf Künstler, Wahnsinniger auf Genie. Und das Leben pulsiert nicht nur in der Subway, sondern schon an den Haltestellen dank den unzähligen Strassenmusikern, Performance-Künstlern, Comedians, Puppenspielern, Tänzern... Also ab in die Subway – ab in den Underground von Gotham City.

  • 10 Tipps wie Sie in New York eine gute Figur machen

    LOCALIKE ist in New York zu Hause und wird oft gefragt, wie man am wenigsten als Besucher identifiziert wird. Wir haben 10 Dinge aufgeschrieben, was es zu vermeiden oder beachten gilt. So erleben auch Sie New York Like a Local.

    1. Der Gehweg ist die eigentliche Autobahn.
    New Yorker sind Meister des schnellen Gehens. Sie sind immer im Schuss und immer etwas spät dran. Und da man zu Fuss oft am schnellsten vorwärtskommt, kann man die hiesigen Gehwege mit Autobahnen vergleichen (inklusive unsichtbarem Mittelstreifen). Da erstaunt es nicht, dass es auch ein paar ungeschriebene Verkehrsregeln gibt. Damit der Strom stets in Bewegung bleibt, geht der New Yorker rechts. Muss er anhalten oder das Tempo verringern, geht er zur Seite und macht den Weg frei für den ewig Gestressten hinter ihm (und der einem sonst nämlich überrennt). Ein weiteres ungeschriebenes Gesetz besagt, nicht in grossen Gruppen nebeneinander zu gehen. So können die schnelleren Fussgänger einem umlaufen und alle kommen im gewünschten Tempo ans Ziel – der zickzack-Schritt ist hier sowieso der übliche Laufstil.

    2. Wählen Sie das richtige Schuhwerk.
    New Yorkerinnen sind bekannt für Ihre Vorliebe für hohes Schuhwerk. Auf der Strasse sieht man sie trotzdem selten in Stöckelschuhen. Warum? New York ist die Stadt der Fussgänger. Zudem sind viele Strassen uneben oder mit Pflastersteine versehen. Darum werden Highheels oft in der Handtasche verstaut und man trägt Ballerinas oder Turnschuhe, um von A nach B zu kommen. Sobald am Ziel, werden die Schuhe gewechselt der New Yorker-Look wieder komplettiert. PS: Ist die Handtasche zu klein, empfehlen wir ein Taxi oder Uber. So ersparen Sie sich so den mühsamen Gang durch die Stadt.



    3. Verzichten Sie auf keinen Museumsbesuch aufgrund des Eintrittspreises.
    Kultur wird in New York grossgeschrieben. Und obwohl nicht immer angeschrieben, sind viele Eintrittspreise der grossen New Yorker Museen nur Empfehlungen. Das bedeutet, dass Sie den Eintrittspreis oft selber bestimmen können (auch wenn das nur ein Dollar ist). Bevor Sie das nächste Mal auf einen Museumsbesuch aufgrund der hohen Eintrittspreise verzichten, empfiehlt es sich, sich online zu erkunden (oder LOCALIKE zu fragen).

    4. Steigen Sie in keinen leeren Subway-Wagen.
    Es ist Rushhour an einem heissen Sommertag und jeder Wagen der Subway ist vollbepackt, ausser einem einzigen... Score? Leider nein! Die Chancen sind gross, dass der Wagen nicht ohne Grund leer ist. Eventuell ist die Klimaanlage ausgefallen (das kleinste aller Übel) oder im Wagen herrscht ein Düftlein, das Sie so noch nie gerochen haben. Lassen Sie sich von dem vielen Platz nicht täuschen - Ihre Nase und Ihr Gaumen wird es Ihnen danken - vertrauen Sie uns. :)

    5. Fragen Sie nach dem Weg.
    Der New Yorker kann ruppig sein, wenn man ihm in die Quere kommt (Stichwort «schnelles gehen»). Fragt man Ihn jedoch um Hilfe, ist er sehr freundlich und hilfsbereit. Er ist gar stolz, wenn er mit seinem New York-Wissen imponieren kann. Fragen sie somit ungeniert nach dem Weg oder der besten Subway-Verbindung. Oft kommen Ihnen die Locals gar zuvor und sprechen Sie an – noch bevor Sie überhaupt wissen, dass Sie Hilfe benötigen.

    6. Werden Sie einen MetroCard-Profi.
    Besucher kämpfen oft mit der Subway-Karte. Wie muss man die Karte durchziehen? In welchem Tempo? Auf welche Seite gehört der Magnetstreifen? Wir empfehlen: cool bleiben und die Karte bereits beim Betreten der Subwaystation rauszusuchen. Stellen Sie sicher, dass der schwarze Streifen nach innen (links) zeigt, und ziehen Sie die Karte lässig mit mittlerem Tempo durch den Schlitz. Like a local.

    7. Taxi links aussteigen.
    Steigen Sie immer rechts aus dem Taxi. Ausser Sie möchten einen Fahrradfahrer in der offenen Tür kleben haben.

    8. Keep your Celebrity-Cool.
    In New York lebt man auf kleinem Raum mit grosser Promi-Dichte. Die Chancen einem solchen zu begegnen sind hoch. Der New Yorker fragt grundsätzlich nicht nach einem Autogramm. Auch nicht nach einem Foto. Lächeln Sie und laufen Sie Localike-mässig weiter. Ihre Begeisterung können Sie danach selbstverständlich auf Facebook, Twitter und Instagram teilen.

    9. Please wait to be seated.
    In New Yorker Restaurants gilt strikt «please wait to be seated». Anders als in Europa wählt man in Restaurants den Tisch nicht selber, sondern man meldet sich bei dem Host am Eingang – ganz egal, wie leer oder voll das Restaurant ist. Dieser bringt Sie anschliessend an den Tisch und stellt so sicher, dass jeder Kellner gleich ausgelastet ist und kein Chaos ausbricht. Letzteres gelingt leider eher selten ;)

    10. Mieten Sie kein Auto.
    New York ist keine Stadt für autofahrende Touristen, zumindest nicht, wenn Sie in Manhattan und den umliegenden Vierteln unterwegs sein möchten. Zu viel Verkehr und zu wenig Parkplätze. Zudem ist man umgeben von wilden, furchtlosen Auto-/Taxifahrern und unberechenbaren Fussgängern und Fahrradkurieren. Machen Sie es wie die New Yorker und benutzen Sie öffentlichen Verkehrsmittel, gehen Sie zu Fuss oder winken Sie sich ein Taxi heran.

    Und zum Schluss: Versuchen Sie nicht zu viel Zeit am Times Square zu verbringen. Der Platz mit seinen tausend Lichtern hat eine unglaubliche Anziehungskraft und gehört auf jedes Reiseprogramm. Beachten Sie jedoch, dass das echte New York hauptsächlich ausserhalb des Times Squares stattfindet. In den Vierteln und Strassen der Stadt. In Downtown, Brooklyn oder Queens. In den Restaurants, Bars und Parks. Lassen Sie sich von der Stadt treiben. Möchten Sie das echte New York sehen? LOCALIKE ist Ihr guter Freund vor Ort und zeigt New York abseits der Postkartenmotive. Like a Local. www.localike.com